Pressemeldungen
Bericht Harz 2010
Bericht Harz 2010
von Marco J.
Vom 13. – 16. Mai 2010 stand in diesem Jahr das 3. Harz-Trainingslager an. Mit insgesamt 14 bergbegeisterten Kuhfell-Fahrer/-innen sind waren wieder in der Gerhard-Koch-Skihütte des WSV Clausthal-Zellerfeld untergebracht, also ganz in der Nähe des Torfhaus und damit auf 800 m über NN.Traditionell waren die meisten Teilnehmer schon im Laufe des Mittwochs angereist, so dass wir uns wieder am Abend ganz gesellig auf die anstehenden Tage einstimmen konnten.
Ebenfalls in guter Tradition hatten wir wieder reichlich gesponsorte Hamfelder Frischmilch, Butter und Käse dabei, für die übrige Versorgung haben die „Frühanreiser“ vor Ort gesorgt und Cäcilia & Gräßi haben uns das beliebte „rundum-sorglos-Paket“ an leckeren Grillspezialitäten beschert.
Im Gegensatz zur Deutschen Bahn gab es morgens keine Verspätungen, sondern beim Aufstehen, Frühstücken und startklar machen lief es immer eher ein Stück vor dem Fahrplan her – deutliches Anzeichen für eine Motivation bis in die Haarspitzen.
Ein wenig gebremst wurde diese Motivation durch den Nieselregen und die Temperatur von nur 3°C. Trotzdem ging es frohen Mutes ins Revier und der Regen ließ auch bald nach. Durch ein Missverständnis verloren wir auf einer Abfahrt allerdings ein nach Bad Grund abbiegendes Trio, das wegen der nicht ganz einfachen Navigation erst viel später am Tag wieder zur Hauptgruppe zurück fand. Diesem renntaktisch geschickten Manöver hatte ich persönlich es aber zu verdanken, dass ich zusammen mit Bene das Spitzenduo bildete, das zuerst den fiesen 15%-Anstieg bei Lautenthal bezwang – sonst wäre wohl nur die Holzmedaille drin gewesen. ? Zum Tagesausklang ging es dann wieder die beliebte, kleine Nebenstrecke zum -nebelverhüllten- Torfhaus hinauf, bei der ich dann die Grenzen der Kletterfähigkeiten aufgezeigt bekam.
Am Abend stand dann „Extreme-Wellness“ in Form von exzessivem Grillen und sportgerechter Flüssigkeitszufuhr an. Dabei machten wir auch den einen oder anderen Witz über den gar nicht mal so kleinen Rest eines Schneebergs hinter der Hütte; dieser Spaß sollte uns später allerdings noch im Halse stecken bleiben …
Am Freitagmorgen hatten wir wieder die gewohnte Temperatur von 3°C, diesmal allerdings gepaart mit richtigem Regen. Auch diesen verschärften Bedingungen trotzend gingen wir auf Tour und dieses Mal gab es unterwegs keine unfreiwillige, sondern abgesprochene Feldertrennung. Nach einer Schleife in Bad Harzburg ging es zurück Richtung Sankt Andreasberg, wo es wieder 15% Steigung, diesmal endlos lang, zu bezwingen galt. Mit rasselnden, pfeifenden Bronchien (das Wetter hatte seine Spuren hinterlassen) ging es also zuerst den Berg rauf und aus dem Ort hinaus, um anschließend zur „Re-Union“ der Gruppen im Haus am Kurpark wieder ein Stück dem Berg hinab zu rollen. Nicht mal mehr bergab ging, so platt war ich! Nach dem Aufwärmen und einen Brotzeit ging es zurück auf die Straße. Dank nassgeschwitzter Klamotten und durchgeregneter Schuhe pegelte sich mein Wohlfühllevel schnell am Nullpunkt ein, und so fuhr ich direkt zur Hütte um mich mit einer heißen Dusche und kaltem Bier wieder aufzupäppeln.
Auch der Rest der Herde kam dann nach und nach mit unterschiedlichen Tages-km und unterschiedlichem Schweregrad des Gezeichnetseins zurück zur Hütte.
An zweiten Abend fand dann eine große Gemeinschaftsaktion in der Küche statt. Obwohl wir in diesem Jahr auf unseren Team-Koch Arne verzichten mussten, gelang es dennoch, aus den Grill-Resten, Sahne, Nudeln sowie diversen, hochgeheimen Zutaten eine leckere Pasta-Party auszurichten.
Tja, und am Sonnabend war dann der Spaß vorbei: 0,5°C und Schneefall – nicht nur so ein bisschen, sondern dank unserer Höhenlage kam richtig satter Neuschnee vom Himmel. Nach einigen Überlegungen und Planspielen wurde dann aber schnell klar, dass der Drops gelutscht war, denn die kommenden Aussichten waren auch nicht besser und so wurde das Trainingslager kurzerhand abgebrochen. Die restlichen Getränke und Fressalien wurden verteilt, schweren Herzens die Sachen gepackt und der Heimweg angetreten.
Volker musste noch bis Sonntag allein die Stellung halten, da er eine feste Bahnverbindung vom Harz an die Ostsee gebucht hatte. Aber wer weiß: Vielleicht war es ja auch ganz erholsam, nach den anstrengenden Fahrten und langen Abenden in der nun ruhigen Hütte mit einem guten Buch und kühlem Altenauer Pils das Winter-Wonderland zu genießen?
Fazit: Auch dieses Trainingslager bot wieder mal viel Spaß in geselliger Runde, nur der Sport und die Sportler mussten leiden. Petrus scheint dem Team in diesem Jahr nicht allzu wohl gesonnen zu sein, denn auch das Mallorca-Trainingslager war ja schon nicht ganz schneefrei. Vielleicht sollten wir ihm noch mal klar machen, dass wir zwar die Allianz mit dem Wintersportverein Clausthal-Zellerfeld haben, im Grunde aber nichts mit winterlichen Bedingungen anfangen können.
Ein kleiner Ausblick auf das Harz-Trainingslager 2011: Im kommenden Jahr ist Himmelfahrt sehr spät, so dass der Termin vom 2. Juni bis 5. Juni liegen wird – und dieses Datum hört doch ganz klar nach „schnee- und eisfrei“ an!
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